Relativitaetstheorie: 1911-1914: Entwurftheorie

Relativitaetstheorie: 1911-1914: Entwurftheorie

Die Vollendung der Relativitätsrevolution

In Übereinstimmung mit Machs Kritik an Newton zweifelt Einstein am absoluten Raum, der in der klassischen Physik zur Bevorzugung bestimmter Koordinatensysteme führt. Nur in diesen Inertialsystemen nehmen alle physikalischen Gesetze die gleiche Gestalt an. Einstein fordert dagegen, dass die Naturgesetze unabhängig von der Wahl des Koordinatensystems gelten - die so genannte allgemeine Kovarianz.

Die Entwurftheorie ist nicht allgemein kovariant. Einstein akzeptiert dies widerwillig und findet eine Begründung, die er später als unhaltbar erkennt. Gegen die Theorie spricht auch, dass der berechnete Wert für die Perihelbewegung des Merkur nicht mit den Beobachtungen überein stimmt.

Einstein kehrt daher im Herbst 1915 zu einer allgemein kovarianten Theorie zurück und publiziert nach mehreren Änderungen die Allgemeine Relativitätstheorie, wie wir sie heute kennen. Unmittelbar darauf gelingt es Schwarzschild, das Gravitationsfeld der Sonne damit exakt zu berechnen.

Ebenfalls im Herbst 1915 greift Hilbert Einsteins Ergebnisse auf, um eine eigene Theorie der Gravitation und des Elektromagnetismus zu formulieren.

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