Mikrowelt: Nonlineare Diffusionsprozesse

Mikrowelt: Nonlineare Diffusionsprozesse

"Zur Frage der Aufbaumöglichkeit der Elemente in Sternen" ...
... veröffentlichen R. Atkinson und F.G. Houtermans im Jahre 1929 eine Arbeit in der Zeitschrift für Physik, die erstmals Rutherford's Atommodell und Einstein's heute berühmteste Formel zusammenbringt, um als Energiequelle von Sternen den Massendefekt bei der Verschmelzung leichter Atomkerne zu hypothetisieren.

Im selben Jahr führen L. Tonks und I. Langmuir in ihrer Theorie elektrischer Bogen-Entladungen (z.B.: der Blitz) den Begriff des "Plasmas" ein.

Houtermans (Bild) emigriert 1933 nach London, geht 1935 in die Sowjetunion (wo er sich auch mit Fusionsexperimenten befasst haben soll), gerät 1937 in eine Stalinsche Säuberungswelle, übersteht zweijährige Haft mit Hilfe Mitgefangener, wird 1939 an die Gestapo ausgeliefert, 1940 auf Betreiben von M. v.Laue entlassen und findet mit dessen Hilfe Anstellung im gerade gegründeten Zeuthener Institut von M. v.Ardenne (dem heutigen DESY Zeuthen) - wo er 1941 einen Laborbericht

"Zur Frage der Auslösung von Kernkettenreaktionen"

verfasst. Er lässt Informationen nach Princeton durchsickern, die aber dort niemand alarmieren, und gerät schliesslich ungerechtfertigt in den Verdacht der Kollaboration mit den Nazis.

Die Vorwegnahme des 1938 dann unabhängig von H. Bethe und C.F. v.Weizsäcker gefundenen (CNO-) Zyklus' der Fusion - in heisseren Sternen als der Sonne - macht ihn zum Pionier der Fusionsforschung.

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