Astrophysik: Schwarze Loecher

Astrophysik: Schwarze Loecher

Schwarze Löcher
Spektakulär - aber nicht mehr spekulativ

Schwarze Löcher sind die wohl spektakulärsten Objekte, deren Existenz und Eigenschaften aus der Allgemeinen Relativitätstheorie folgen. Sie stellen eine Region dar, in der Raum und Zeit derart verzerrt sind, dass Licht und Materie, haben sie einmal einen „Horizont“ überquert, nicht wieder entkommen können.

Die mögliche Existenz von Schwarzen Löchern wurde bereits 1916 von K. Schwarzschild vorausgesagt. Dennoch war bis in die sechziger Jahre umstritten, ob physikalische Bedingungen möglich sind, unter denen Schwarze Löcher tatsächlich in unserem Universum vorkommen. Fortschritte der Beobachtungsmethoden der Astrophysik und theoretische Entwicklungen auf dem Gebiet der Allgemeinen Relativitätstheorie konsolidierten ein Bild von Schwarzen Löchern, das durch vielfältige Beobachtungen gestützt wird.

Die heutige Astrophysik untersucht im wesentlichen zwei Varianten Schwarzer Löcher. Stellare Schwarze Löcher - einige Male so massereich wie unsere Sonne - sind das Endstadium massereicher Sterne, die ihr Leben in einer Supernova-Explosion beendet haben. Supermassive Schwarze Löcher mit mehr als der millionenfachen Sonnenmasse wurden mittlerweile im Zentrum unserer Galaxis und in etlichen weiteren Galaxien nachgewiesen. Die Energie, die beim Materieeinfall auf supermassive Löcher freigesetzt wird, ist nach heutigem Wissensstand verantwortlich für einige der energiereichsten astrophysikalischen Phänomene, etwa die jetartigen Eruptionen von Radiogalaxien.

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