Grenzprobleme der klassischen Physik (OG1)

Grenzprobleme der klassischen Physik (OG1)

Grenzprobleme der klassischen Physik

Boltzmann:

Ach, geh’n Sie, verehrter Planck, Sie sehen alles nur durch die Brille der Thermodynamik. Da haben Sie zwei Prinzipien, die Erhaltung der Energie und die Vermehrung der Entropie und fertig ist sie, Ihre Physik, ein wenig farblos, oder? In meiner Schule geht es lustiger zu, da können Sie noch etwas lernen, etwa dass die Entropie, mechanisch aufgefasst, ein Maß für die Unordnung der Atome und Moleküle ist. Und diese Unordnung vermehrt sich aus statistischen Gründen, wie ich auf meinem Schreibtisch täglich beobachten kann.


Planck:

Aber was ist, wenn Sie die Zeit rückwärts laufen lassen? Dann vermindert sich Ihre Unordnung wieder. Und nach den Gesetzen der Mechanik müsste eine solche Umkehr möglich sein, aber nicht nach den Gesetzen der Thermodynamik. Sie sehen also, dass sich diese nicht auf die Mechanik zurückführen lassen. Da würde ich meine Hoffnungen eher auf eine Verbindung von Thermodynamik und Elektrodynamik setzen. Strahlung im Wärmegleichgewicht, ein Grenzproblem von Wärmelehre und Elektromagnetismus, aus dem ein Schlussstein der klassischen Physik werden könnte!

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